WIE FINDE ICH MEIN SORTIMENT FÜR DIE SPEISEKARTE?

SABRINA_LORENZ-MUENCHEN

Wenn Beratungskunden zu mir in die Beratung kommen, ist eins der wichtigsten Themen immer, was denn in die Speisekarte soll.

Oft ist es so, dass sie schon genau wissen, was sie anbieten möchten. Viele dieser Gerichte mögen sie selbst sehr gerne und möchten sie daher ihren Gästen servieren.

Dann komme ich und muss sie leider immer etwas bremsen in ihrer Euphorie, denn auch in der Auswahl der Speisen und Getränke gibt es einiges zu beachten! Hier kommen meine drei Tipps für dich!

1. Welche Trends gibt es gerade?

Unabhängig davon, was du gerne isst und trinkst, musst du recherchieren, was denn gerade „in“ ist und was alle gerade gerne mögen. Vor einigen Jahren z.B. kannte keiner „Bowls“, jetzt sind sie aus Speisekarten nicht mehr wegzudenken.
Schaue dich daher um, was die Menschen, die deine Zielgruppe sind, gerne konsumieren. Du kannst dich da auf Pinterest und Instagram umschauen, teste Läden aus, die so ähnlich sind, wie deiner, frage Menschen, die bei dir essen, schaue in Buchläden oder auf Amazon, welche Koch- und Rezeptbücher gerade groß im Trend sind. Außerdem kannst du bei Zeit auch in Metropolen reisen, denn dort sind die neuesten Produkte meistens schon angekommen oder entstehen dort.

2. Wo befindet sich dein Lokal?

Gehen wir davon aus, dass du erkannt hast, dass „vegan“ gerade total „in“ ist und du es unbedingt anbieten musst und willst. Jetzt ist es aber wichtig zu schauen, wo sich dein Laden befindet. Bist du in einer ländlichen Region frage dich, ob die Menschen dort vegan speisen wollen oder doch lieber Weißwürste zum Frühstück bevorzugen. Bist du in einer Gegend, wo viele Menschen arbeiten, wäre es von Vorteil dort auch günstige Mittagsgerichte anzubieten. Gibt es bei dir Mütter und Kinder, könntest du dir eine Kinderkarte ausdenken.
Frage auch hier wieder Menschen, die deine Zielgruppe sind, was sie gerne essen und trinken und was für sie in einem Café auf keinen Fall fehlen darf. So bekommst du ein Gespür für die Bedürfnisse deiner Kunden. Denke daran, dass du mit den Wünschen deiner Gäste dein Geld verdienst und nicht mit dem, was du gerne isst und trinkst.

3. Welche Speisekarte passt zu deinem Konzept und ist es machbar?

Natürlich sollst du jetzt nicht Sachen auf deiner Speisekarte anbieten, hinter denen du nicht stehst und die gar nicht zu deinem Konzept passen. Hier brauchst du Fingerspitzengefühl oder vielleicht auch Kompromisse.

Die andere Frage ist natürlich auch, ob du die richtige Küchenausstattung hast, um die Produkte anbieten zu können die du möchtest. Was du auch beachten solltest, ist, ob es überhaupt machbar ist, wenn bei euch viel los ist.
Im Café Lotti waren wir z.B. so organisiert in der Küche, dass alle Handgriffe zu allen Speisen sehr sehr schnell gegangen sind und wir dadurch die Frühstücke schnell nach draußen schicken konnten. Unsere Frühstücksteller wurden bestückt und die Gäste durften sich ihre Semmeln selbst belegen. Hätten wir angefangen, an einem Sonntagmorgen in der Küche Brote zu schmieren, wäre das organisatorisch und zeitlich in einer Katastrophe geendet.

Frage dich also, ob es im besten Fall genauso möglich ist, wie du es dir vorstellst oder ob man da vielelleicht auch mal, um Gäste glücklich zu machen, einen Kompromiss eingehen muss.

Ich hoffe, ich konnte dir wertvolle Tipps auf dem Weg zu deinem eigenen Café geben. Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne! Ansonsten biete ich auch persönliche Beratungen mit mir an!

Ich freue mich von dir zu hören!

Deine Sabrina

Instagram: sabrina.lorenz
Email: info@sabrina-lorenz.de
Homepage: www.sabrina-lorenz.de