WANN DU DEIN EIGENES CAFÉ VERKAUFEN SOLLTEST!

SABRINA_LORENZ-MUENCHEN

Als mir vor ein paar Jahren zwei Freunde erzählt haben, dass sie ihr gemeinsames Café verkaufen wollen, war das ein riesen Schock für mich. Ich konnte das gar nicht fassen und dachte: „Wie können die nur ihr Baby verkaufen?“
Aber es ist nicht unnormal, dass irgendwann der Tag kommt, an dem man sich entscheidet, dass die Zeit des eigenen Cafés vorbei ist.
Für mich kam dieser Moment 2018, als ich mich dazu entschlossen habe, das Café Lotti nach über neun Jahren zu verkaufen und in einen neuen Lebensabschnitt zu starten.

Auch in meinen Beratungen berate ich meine Kunden dazu, wie sie am besten aufhören, begleite sie durch den Prozess oder beantworte mit ihnen die Frage: Aufhören? Ja oder nein?

Vielleicht ist es bei dir auch so, dass ein erster Gedanke oder ein Impuls in dir ist und du langsam anfängst, darüber nachzudenken, dein Café zu verkaufen und einen neuen Weg einzuschlagen.

In diesem Blogbeitrag sage ich dir, wann ich persönlich das Kapitel „eigenes Café“ beenden würde.

1. Es läuft nicht und das Geld geht dir aus!

Der erste Grund wirkt so, als wäre er der härteste! Du hast dein Café seit einigen Monaten oder Jahren. Leider ist es aber so, dass es einfach nicht so richtig läuft, du zu wenige Gäste hast und dir langsam das Geld ausgeht oder du schon rote Zahlen schreibst. Vielleicht hast du bereits alles probiert, aber die Lage passt nicht oder deine Konkurrenz ist zu groß.

Bevor du dich (weiter) verschuldest, rate ich dir wirklich, dich damit auseinanderzusetzen, ob es nicht der beste Weg wäre, dein Café zu verkaufen. Ich weiß, wie es ist, wenn es immer der große Traum vom eigenen Café war. Manchmal soll es aber einfach nicht sein. Das heißt nicht, dass du nicht vielleicht trotzdem weiter in der Gastronomie arbeiten kannst oder vielleicht noch etwas viel Besseres kommt. Sei in diesem Fall vernünftig und höre auf, dich weiter zu quälen, denn der finanzielle Druck und die Schulden machen dich sonst nur fertig. Bevor du Geld verschwendest, dass du dir vielleicht sogar leihen musst, schließe mit dem Kapitel ab und richte dich in eine neue Zukunft aus!

2. Du bist körperlich krank oder stehst vor dem Burnout!

Ein Café zu betreiben ist wohl einer der härtesten Jobs der Welt. Du machst das Meiste vielleicht sogar allein, bist 1000 Wochenstunden auf den Beinen, kümmerst dich um alles, bedienst, kochst und das alles gleichzeitig.

Wenn du aber über Wochen und Monate merkst, dass es dir körperlich und geistig einfach nicht mehr gutgeht und du an deine Grenzen kommst, dann setze dir ein Datum in absehbarer Zeit. Versuche bis dahin jemanden einzustellen der dich entlastet, mach einen Tag zu und ruh dich wirklich aus, fahre in den Urlaub oder mach mal eine Woche zu.

Wenn du aber merkst, dass es nicht besser wird und du vielleicht auch wie ich körperliche orthopädische Probleme bekommst, dann rate ich dir deinen Körper und deine Gesundheit an die erste Stelle zu stellen und nicht dein Café.

Es bringt niemandem etwas, wenn du dann auf einmal nicht mehr kannst und dein Körper streikt. Verkaufe, nimm dir eine Auszeit um dich zu regenerieren und dann kannst du dir einen Job in der Gastronomie suchen. Für ein paar Tage pro Woche. Du arbeitest dich dann nicht mehr auf und kannst aber trotzdem noch das tun, was du liebst!

(Anmerkung: Wende dich bei körperlichen oder seelischen Anzeichen bitte unbedingt an deinen Hausarzt und besprich mit ihm alles ganz genau!)

3. Du hast dich weiterentwickelt und hast Lust auf ein neues Leben!

Mit 21 Jahren und gleich nach dem Abitur habe ich mein Café Lotti eröffnet. Als ich es verkauft habe, war ich 30. In meinen zwanziger Jahren habe ich also meinen Traum vom eigenen Café gelebt, aber dann gemerkt, dass ich ab 30 einfach irgendwas anderes machen möchte. Ich habe mich weiterentwickelt, das Lotti war bei seinen 98% Geschäftsentwicklung angekommen und meine Flamme war einfach nicht mehr groß genug, sprich, ich brannte nicht mehr für meine Arbeit und mein Café Lotti.

Also beschloss ich, das Kapitel „eigenes Café“ zu schließen und das Lotti in andere Hände weiterzugeben und an Menschen, die dafür brennen.

Wenn auch du dein Café schon jahrelang betreibst, es sich für dich einfach nicht mehr richtig anfühlt und du nicht mehr glücklich bist, dann überlege dir, was du sonst gerne machen möchtest und setze dich damit auseinander, wie es wäre es zu verkaufen!

Ich kann dir nach über einem Jahr sagen, dass ich es keine Sekunde bereut habe und mich so sehr auf mein künftiges Leben freue und auf alles was kommt. Die Erfahrung und das Erlebte kann dir keiner nehmen und es wird für immer in deinem Herzen sein. Aber es ist normal, dass wir uns weiterentwickeln und neue Herausforderungen suchen.

Schließe in Frieden damit ab und überlege dir, wen du als Traumkäufer haben möchtest. Soll dein Café genauso weiterleben oder ist es dir vielleicht auch egal, wenn es etwas völlig anderes wird?

Wenn du jemanden möchtest, der dich in diesem „Loslass-Prozess“ sowie in dem ganzen Verkauf- und Abwicklungsprozess unterstützt, dann melde dich gerne bei mir!

Ich freue mich von dir zu hören!

Deine Sabrina

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